Publikation zu den gleichnamigen Ausstellungen vom 12.06. - 22.10.2010 im Otto-Pankok-Museum in Bad Bentheim - Gildehaus, in der Kunsthalle Lingen, im Kunstverein Grafschaft Bentheim in Neuenhaus und in der Städtischen Galerie Nordhorn mit Texten unter anderem von Meike Behm, Gudrun Thiessen-Schneider und Markus Weckesser
Bad Bentheim/Lingen/Neuenhaus/Nordhorn, ISBN 978-3-922303-68-8, 128 S., zahlreiche s/w- und Farbabbildungen, Broschur, Format 20,8 x 15 cm, € 15,-
Ausstellungshäuser in der Provinz haben es in der öffentlichen Wahrnehmung im Vergleich zu Häusern in Metropolen wie Mumbay und Bejing und Städten wie Düsseldorf und München schwer. Dass sie der zeitgenössischen Kunst Bühnen bieten, die sich durchaus mit den Zentren messen können, wird weithin übersehen. Das Gemeinschaftsprojekt „Der offene Garten" geht noch einen Schritt weiter und fragt, ob und wie die Provinz ein fruchtbarer Nährboden und Impulsgeber für Neues und damit ein Erfolgsmodell sein kann. Der Titel „Der offene Garten" schließt die Metapher ‚Hortus conclusus' für das beziehungsreiche Geflecht zwischen Provinz und Metropolen auf und fasst das Vorhaben zusammen. Das Otto-Pankok-Museum, Gildehaus erinnert an Robert Häusers „Moortagebuch" von 1984. Die Kunsthalle Lingen zeigt Künstler wie Panamarenko und Charlotte Posenenske; beide greifen grundsätzliche Fragen von Veränderungen und Grenzüberschreitungen auf. Im Kunstverein Bentheim kommt der Tonsetzer für das 21. Jahrhundert Hermann Kretzschmar zu Wort, der in Neuenhaus groß geworden ist. In der Städtischen Galerie Nordhorn wird das Klischee von der sogenannten Provinz von Künstlerinnen wie Corinna Schnitt und Franka Kaßner eigens untersucht.
(ham)