Artheon.Kunstpreis 2025
Der Verein Artheon. Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche e.V. hat zum achten Mal seit Vereinsgründung einen Kunstpreis für beispielhafte und innovative Kunstprojekte im Dialog von Kunst und Kirche verliehen – in diesem Jahr mit dem besonderen Schwerpunkt auf „Kunst und Religion im öffentlichen Raum“: Prämiert wurden temporäre oder dauerhafte Kunstprojekte im öffentlichen Raum, die das Thema „Religion“ berühren. Der Preis wird durch die Kunstbeauftragten der evangelischen Landeskirchen in Deutschland gefördert.
Gewonnen hat – aus über 80 Einreichungen – die in Berlin lebende Künstlerin Finja Sander (*1996 www.finjasander.de) mit ihrer performativen Serie „Für Morgen“, die sich mit dem Güstrower Ehrenmal „Der Schwebende“ von Ernst Barlach auseinandersetzt. Mit ihrer Performance, die Sander bis jetzt an dreizehn verschiedenen Orten in ganz Deutschland aufgeführt hat, übersetzt sie Ernst Barlachs Schwebenden in ihre eigene Körperlichkeit und befragt dabei sowohl Erinnerungskultur als auch Denkmalgeschichte.
Die fünf Jurymitglieder aus Vertreter*innen des Vereins Artheon e.V. (Susanne Jakubczyk, Hannes Langbein, Markus Zink), einer Kuratorin (Lea Schleiffenbaum) und einem Kurator (Christian Kaufmann) überzeugte die konzentrierte Form der Arbeit, die sich in den verschiedenen Umgebungen als stoischer Gegenpol behauptet und eine ungeheure Wirkmacht entfaltet. Religion im öffentlichen Raum wird durch die Performance in den Augen der Jury subtil in Form einer meditativen Intensität und körperlichen Hingabe erfahrbar. Zugleich wird die im kulturellen Gedächtnis mit zwei Kirchenräumen (in Köln und Güstrow) verbundene ikonische Bronzeplastik von Ernst Barlach in weitere Kontexte transponiert und durch das physisch-performative “Reenactment” in ihrer Bedeutung erweitert.
Die Preisverleihung findet in Verbindung mit einer erneuten Performance von Finja Sander im Dezember 2025 in Frankfurt am Main statt. Das genaue Datum wird noch bekanntgegeben.
Die 1992 gegründete Gesellschaft Artheon e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst und Kirche zu fördern. Sie vergibt seit 1996 den Artheon.Kunstpreis. Mit ihm werden Projekte gewürdigt, die exemplarisch sind für einen Dialog zwischen Gegenwartskunst, Kirche und Theologie und im künstlerischen Prozess neue Sichtweisen und Fragestellungen eröffnen. In diesem Jahr wurde der Artheon.Kunstpreis in Kooperation mit den Kunstbeauftragten der evangelischen Landeskirchen in Deutschland vergeben.
Berlin, 30. Mai 2025
Die "Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche.Artheon" hat 2020 einen Kunstpreis für beispielhafte und innovative Kunstprojekte im Raum der Kirche ausgelobt. Der Hauptpreis ist mit 3.000 € dotiert, zusätzlich werden Anerkennungen vergeben. Es gab 92 Einreichungen.
Preisträger 2020 war:
Christoph Brech mit seinen fünf Chor- und zwei Oratorienfenstern in der Heilig-Kreuz-Kirche München-Giesing
Anerkennungen spricht die Jury aus für (ohne Wertung):
Alan Jasarevic und Josef Zankl mit der Wegkapelle bei Schwaigen, Dillingen/Donauries
Sonja Meller mit "Honighimmel" in der Kollegienkirche, Salzburg
Angelika Weingardt mit dem Tauffenster in der Ulrichskirche, Weissach
Die Jurymitglieder und das Artheon.Präsidium gratulieren herzlich und freuen sich auf die Preisverleihung!
Näheres dazu wird in Kürze auf der Homepage bekannt gegeben.
Pressestimmen:
Darüber hinaus sind Meldungen und Artikel erschienen im Berliner Tagesspiegel, dem Münster und der Zeitschrift Kunst und Kirche.