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23.01.2012 - 31.05.2012
Walter de Maria - Anfang und Ende der Unendlichkeit - Der 25 Meter Stab (Staatsgalerie Stuttgart)

In der Stirling Halle der Neuen Staatsgalerie trifft der Besucher erstmals wieder seit vielen Jahren auf jene raumgreifende Installation von Walter de Maria, die 1987 anlässlich seiner Ausstellung für diesen Ort entstanden ist:

 

Eine Skulptur, die das Paradox "Anfang und Ende der Unendlichkeit" durch eine Linie von 50 perfekt gearbeiteten, golden schimmernden Zylindern aufzeigt. Wie bei De Marias "Vertikalem Erdkilometer" in Kassel - hier ist der Stab im Innern der Erde verborgen und nur sein Anfang sichtbar - entzieht sich auch hier eine wesentliche Komponente der Arbeit unserem Blick: das enorme Gesamtgewicht von fünf Tonnen (ein Zylinder wiegt 100 Kilogramm) der scheinbar leicht auf weißen Sockeln schwbenden Messingstäbe. Sich am Anfang (oder am Ende) der Skultpur aufstellend, verliert der Betrachter den Überblick, Ferne und Nähe verschmelzen. In gleißendes Licht getaucht, spricht die Arbeit, deren Massivität sich im Licht aufzulösen scheint, die romantische Vorstellung des unermesslich Erhabenem an. Gleichzeitig dachte der Künstler aber auch bei den 50 Stäben an die konkrete zeitliche Vorstellung von 50 Menschengenerationen. In seiner konzisen Raumbezogenheit, der repetitiven Wiederholung gleicher Strukturen sowie der Reflexion der ästhetischen Vorstellung des Erhabenen kennzeichnet die Arbeit Walter de Maria als geistreichen Grenzgänger zwischen Land Art, Minimal Art und Concept Art.

Ausstellungsdauer voraussichtlich bis Ende Mai

Staatsgalerie Stuttgart

 

 

 

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